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Erlebnispädagogik… Wie verstehen wir diesen inflationär verwendeten Begriff?
Einfach "Action pur" mit jungen Menschen in der Natur – oder, und das bedeutet Erlebnispädagogik für uns: Aktion, die Spaß macht, – aber mit Tiefgang. Ziel ist die Entwicklung und Förderung der so genannten Schlüsselqualifikationen: Selbstvertrauen, Verantwortungsbewusstsein, Problemlösungs- und Entscheidungskompetenz, Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit und Wertschätzung. Aber auch "Nein sagen" können gehört dazu, genauso wie Fairness und kreatives (Quer-)Denken.
In der Erlebnispädagogik arbeiten die TeilnehmerInnen mit Kopf, Herz und Hand. Die gestellten (Abenteuer-)Aufgaben sind anspruchsvoll und können, wie so oft im Leben, nur im Team bewältigt werden. Jede Aktion der Gruppe führt zu unmittelbar sichtbaren Reaktionen und Konsequenzen – und meist wird schnell klar, warum eine Lösung funktioniert – die andere jedoch nicht. Und das Lösen kniffliger Aufgaben macht nicht nur Spaß, sondern stärkt Gruppe und Team. So wird die Teamfähigkeit gestärkt und der Sinn sozialer Regeln kann gemeinsam mit den Teilnehmern in der Reflektion herausgearbeitet werden.
Ein gelungenes erlebnispädagogisches Programm ist Erziehung, bei dem Kinder und Jungendliche nachhaltig Werte und Qualifikationen erlernen, weil sie die Bedeutung dieser Werte in der Gruppe und für ihr eigenes Tun erleben. Und daher kommt Erlebnispädagogik ohne erhobenen Zeigefinger oder kontraproduktive Moralkeule aus…
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